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__________Internationaler MutterGipfel 2008__________

 

Die Ordnung der Mutter –

Wege aus dem Patriarchat in eine Gesellschaft des Gleichgewichts


Zeit: Freitag 23. bis Sonntag 25. Mai 2008

Ort: Kongresszentrum Karlsruhe / Konzerthaus


Teilnahmebetrag: 150 Euro, Anmeldung: almamaterakademie@yahoo.de Tel.: 0721-7918872


Kooperationsveranstaltung:

ALMA MATER Feministische Akademie für Kultur - Ethik - Religion - Spiritualität / Speyer – Karlsruhe, www.alma-mater-akademie.de

MatriaVal e. Verein zur Unterstützung matriarchaler Gesellschaften und Vermittlung matriarchaler Werte /

Frankfurt am Main / www.matriaval.de

matria-Oase in Ottensen, Hamburg, www.matria.de

 

Wenn wir von Mutter sprechen, meinen wir jede Frau, sei sie jung oder alt, denn jede Frau hat die Potenz einer Mutter, auch, wenn sie selbst keine Kinder zur Welt bringt, warum auch immer.
Worin sich ihre Mutterkraft verwirklicht, entscheidet sie selbst. Jede Frau hat die Potenz einer Mutter, weil sie Vertreterin derjenigen Hälfte der Menschheit ist, die das Leben fortsetzt.
Das patriarchale Leitbild von Unabhängikeit entspricht dem Leben ebenso wenig, wie die Vorstellung von ewigem Fortschritt und unbegrenztem Wachstum. Wir können uns nicht befreien von den Bedingungen unserer Existenz –  sie sind uns immanent und gehören zur vollkommenen Logik komplexer, biologischer Systeme. Ein Abtrennen derjenigen Lebensbereiche, die von Verbindung, Zugehörigkeit, Teilhaftigkeit und damit auch von „Abhängigkeit“ gekennzeichnet sind, um einer abstrakten „Befreiung“ willen, muss folgerichtig in einer lebensfeindlichen Kultur enden, – und dies ist der wahre Grund für die Unvereinbarkeit von vielen Lebensbereichen.
Das feministisch-matriarchale Denken setzt dieser Ideologie der „Befreiung durch Abtrennung“ die Idee der „Freiheit in Verbundenheit“ entgegen. In dieser Idee ist die Tatsache  der „Gebürtigkeit“ (Hanna Arendt) des Menschen, das Entstammen aus einem lebendigen Organismus – Mutter, Mutter Erde, All-Mutter – Anlass und Verpflichtung, den damit verbundenen Bedingungen höchste Wertigkeit einzuräumen.
Die Tatsache, dass alles Leben von einer Mutter geboren wird, die dem GEBORENEN das Leben schenkt, um Leben weiter zu  leben, zu leben, zu leben, – das ist die Basis für alle gesellschaftlichen, zivilisatorischen und kulturellen Bereiche.
Gebunden zu sein an unseren Ursprung – durch eine Mutter geboren – und verbunden zu sein mit allem Existierenden, das Leben heißt – das ist die symbolische Ordnung der Mutter.
Wir wollen diese Bedingungen unserer Existenz anerkennen und fragen:


Was bedeutet diese Tatsache, dass alles Leben von einer Mutter geboren wird - für mich selbst, unsere Gesellschaft, die Politik?

Wie gehen noch bestehende matriarchale Gesellschaften damit um?

Was würde es bedeuten, wenn wir die symbolische Ordnung der Mutter wieder herstellen?

Würde eine allgemeine Bewusstheit über die Jahrtausende alte Ordnung der Mutter zu einem Paradigmenwechsel führen?

Was würde eine solche Gesellschaft auszeichnen?

Bei Völkern wie den Minangkabau, den Mosou, den Dagara, den Juchitecà, den Akan, den Cham, den Kabylen und vielen anderen, lenken die Mütter die Geschicke  – und das zum Wohle aller.
Mutter bedeutet bei ihnen Identität, Heimat, Schutz und Geborgenheit, seelische und geistige Orientierung, denn in den Wertvorstellungen dieser Gesellschaften steht Mütterlichkeit, d.h. Fürsorglichkeit, an erster Stelle – auch für Männer.

 

Siehe auch:

www.internationalergoddesskongress2010.de

 

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