M a t r i a V a l
(Matriachal Values)
Verein zur Unterstützung matriarchaler Gesellschaften und Vermittlung matriarchaler Werte
Am 19. Oktober 2006 wurde in Frankfurt am Main M a t r i a V a l gegründet.
Weltweit existieren Gesellschaften, die nach matriarchalen Werten und Traditionen leben. Ihre Existenz ist jedoch bedroht. Globalisierung, Missionierung, Amerikanisierung, Tourismus und Patriarchat setzen ihnen zu.
So soll es nicht bleiben. Wir möchten etwas tun, deshalb schlossen wir uns zusammen.
Zwei Weltkongresse, die sich mit Matriarchatsforschung befassten waren der Anlass. Der eine im Jahre 2003 in Luxemburg, der 2. im Jahre 2005 in Texas.* Viele der ReferentInnen, ForscherInnen, Journalistinnen und ProfessorInnen des 2. Kongresses in Texas stammten aus diesen matriarchalen Gesellschaften.
* Organisiert und geleitet von Dr. Heide Göttner-Abendroth, Internationale Akademie HAGIA
Etwa von den Khasi aus dem Nordosten Indiens, von den Minangkabau aus Sumatra, von den Tuareg aus der Sahara, von den Mosuo aus China, von den Akan aus Afrika, von den Irokesen aus Amerika, von den Maori aus Neuseeland, von den Kabylen aus Algerien.
Größtenteils wussten sie zuvor nichts voneinander. Sie glaubten es sei nur ihre eigene uralte Tradition und keine andere Gemeinschaft lebe sonst so wie sie. Sie nahmen auch an, niemand sonst wisse davon oder würde sich dafür interessieren. Durch das Zusammen- treffen auf den Kongressen haben sie festgestellt: es gibt eine ganze Reihe von Gesellschaften auf der Welt, die so leben. Dies war der Beginn einer fruchtbaren Vernetzung, Gegenseitiger Unterstützung und Stärkung..
AUS DER GEMEINSCHAFTSDEKLARATION VOM 2.WELTKONGRESS:
Ein Großteil der Matriarchatsforschung ist den noch lebenden matriarchalen Kulturen zu Dank verpflichtet. Diese Kulturen wurden über Tausende von Jahren von indigenen Völkern geschaffen und erhalten - inmitten von Kulturen, die sie bedroht und unterdrückt haben. Sie haben große Mühsal, unendliches Leiden und versuchten Völkermord durchgemacht. Dabei haben sie diese Tradition geschützt und verteidigt, die wir als Forschende für unsere Arbeit so wichtig finden. Um unsere Verantwortung für diese Kulturen zu erfüllen, sollten die heutigen MatriarchatsforscherInnen diesen Völkern beistehen und zwar auf jede Weise wie s i e es uns vorschlagen.
Karen Smith (USA/Schweiz)
Die Globalisierung ist ein riesiges Problem in meiner Gesellschaft den Minangkabau in West-Sumatra. Heute ist das 'Adat' unser matriarchales Gesetz, und unsere matriarchalen Sitten sind noch stark, gestützt durch die Religion. Dadurch wird der Einfluss der Globalisierung verringert. Für die Völker der Welt, die sich um matriarchale Traditionen sorgen, ist es wichtig Barrieren gegen die Globalisierung zu errichten!
Endri, Mann von den Minangkabau (Sumatra)
Gerade haben wir unser gemeinsames Erbe und unsere gemeinsame Ahnfrau entdeckt. Wir müssen uns Zusammentun und gegenseitig unterstützen. Helft uns die Weltbanken und andere Finanzinstitutionen zu stoppen, dass sie uns nicht länger ausbeuten können. Das ist ein Appell an Euch alle!
Patricia Mukhim, Khasi (Nord Ost Indien)
ZIELE DES VEREINS
Forschung und Bildung ● Gleichstellung ● interkultureller Austausch ● Unterstützung bedrohter Völker.
Verwirklicht durch:
- Vermehrte Aufmerksamkeit und Unterstützung für matriarchale und matrilineare Gesellschaften und gesellschaftliche Strukturen,
- Vernetzung von Menschen und Gruppen aus matriarchalen Gesellschaften untereinander sowie von und mit Frauen und Männern, die zu dieser Thematik arbeiten und forschen.
- Anregungen für soziale, politische und ethische Veränderungen für Menschen in den dominierenden patriarchalen Gesellschaften,
- Öffentlichkeit Schaffen für dieses Gebiet: durch Filme, Bücher, Ausstellungen, Zeitschriften, Fernsehen, Hörfunk, Kongresse, Tagungen und Veranstaltungen etc.
- Unterstützung von Projekten, die in die Stärkung matriarchaler Strukturen fließen.
- Schaffung einer Bibliothek und eines Archivs mit Büchern, wissenschaftlichen Arbeiten, Filmen, Audioprodukten und Kunst zu diesem Gebiet.
- Unterstützung u. Aufbau von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen in matriarchalen Gesellschaften und in nicht matriarchalen Gesellschaften.
DIE GRÜNDERINNEN
- Gudrun Frank-Wissmann
- Dr. Heide Göttner-Abendroth
- Dr. Malika Grasshoff
- Siegrun Laurent
- Uschi Madeisky
- Dagmar Margotsdotter-Fricke
- Dr. Christa Mulack
- Gudrun Nositschka
Vorstand
Gudrun Frank-Wissmann
Uschi Madeisky
Dagmar Margotsdotter-Fricke
Sitz:
Im Klingenfeld 37
60435 Frankfurt a. M.
Tel. 069 9550 7031 oder 06207 6623
Kontonummer: 200 3002 53
BLZ 500 502 01
Frankfurter Sparkasse
Email: Verein@matriaval.de